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Seminar
"Work-Life-Balance"
„Arbeiten um zu leben?!“ oder „Leben um zu arbeiten?!“
Das Work-Life-Balance Seminar der Braunschweiger sdw-Stipendiatengruppe
fand vom 26. bis zum 29. Mai 2005 in den Räumen des Instituts für
Werkzeugmaschinen und Fertigungstechnik (IWF) der TU Braunschweig statt.
Die große Zahl von 35 Teilnehmern aus ganz Deutschland sprach
bereits im Vorfeld für ein großes Interesse an dem Thema.
Die Idee zu dem Seminar enstand bereits Ende 2004 durch rege Diskussionen
über das Thema Familie und Karriere innerhalb der Braunschweiger
Stipendiatengruppe, so dass der Entschluss schnell gefasst war, ein
Seminar zu dieser Frage zu veranstalten.
Im Rahmen der mehrmonatigen Vorbereitung standen das IWF und der Arbeitgeberverband
der Region Braunschweig jeder Zeit hilfsbereits zur Seite. So konnten
dann auch die Unternehmen ckc integrated solutions und die Volksbank
Braunschweig e.G. als Sponsoren gewonnen werden.
Das Seminarprogramm begann – für ein sdw-Seminar ungewöhnlich
– bereits am Donnerstag Abend um 18.00 Uhr nach einem Begrüßungsimbiss
im Senatssitzungssaal der TU Braunschweig. Nach der Begrüßung
der Teilnehmer durch die Orgnisatoren trug Martin Lennartz von der Beratung
& Coaching in Braunschweig zum Thema „Work-Life-Balance. Mit
Vollgas zur Muße.“ vor. Der gelunge Einleitungsvortrag führte
durch Gedanken des Referenten zu dem Thema und gab als Tipp, sich im
Leben grobe Ziele zu setzen und diese zu verfolgen, wie große
Steine die man in ein Glas legt um dann die Zwischenräume mit immer
kleineren Steinen aufzufüllen. Anschließend an den Vortrag
fand ein Abendessen in der benachbarten Studentenkneipe „Dialog“
statt, in dessen Rahmen sich auch die Sposoren vorstellten.
Der zweite Seminartag begann aktiv mit dem Besuch von Braunschweiger
Kindertagesstätten, die jede für sich ein grundsätzlich
anderes Konzept aufwiesen. Jeweils eine Gruppe besuchte den integrativen
Kindergarten der Lebenshilfe Braunschweig, der die Integration behinderter
Kinder fördert, die Kindertagesstätte in der Schuntersiedlung,
den Kindergarten Peterskamp, der generationsübergreifende Erfahrungen
durch gemeinsame Betreuung von Senioren und Kindern bietet und schlussendlich
den Waldkindergarten im Querumer Forst.
Der Nachmittag begann mit dem Vortrag von Prof. Dr. Wilfried Bos vom
Institut für International und Interkulturell vergleichende Erziehungswissenschaften
in Hamburg, der zum Thema „Lernerlebnisse aus der Grundschule“
referierte. Sein Vortrag führte in die Vergleichsstudien PISA und
IGLU ein und gab einen Überblick wo deutsche Schulen und Schüler
im internationalen Leistungsvergleich stehen und was in Zukunft im Bildungssystem
getan werden muss.
Dem Vortrag folgten die Vorstellungen der Exkursionen im Plenum. Um
das Thema „Balance“ zu behandeln, fand in den Abendstunden
eine Yoga-Einführung statt, bevor der Abend durch einen Besuch
des indischen Restaurants Taj-Mahal abgerundet wurde.
Der Samstag stand ganz in historischem Licht. Nach dem Frühstück
führte Prof. Dr. Karl-Heinz Schneider vom historischen Seminar
der Universität Hannover in die historische Entwicklung von Arbeitszeitmodellen
ein. Darauf folgte eine Stadtführung, die zur Grundaustattung Braunschweiger
Seminare zählt.
Der Nachmittag wurde von Workshoparbeit beherrscht. Die Themen waren
„Rahmenbedingungen für ehrenamtliches Engagement“,
geleitet von Berthold Schweers, dem Geschäftsführer des Caritasverbandes
Lüneburg, „Entgrenzung von Leben und Arbeit – Standortbestimmungen“,
geleitet von Dr. Rüdiger Rhein, einem selbstständigen Berater
im Bereich Gesundheitsmanagement der Techniker Krankenkasse, sowie „Karriereplanung
und Werte“, geleitet von Frau Dr. Marion Puch, Hochschuldozentin
für Ethik und selbstständige Unternehmensberaterin und Trainerin
für Wertemanagement und Human-Kompetenz.
In den Abendstunden empfing die Volksbank Braunschweig als Sponsor und
stellte die Räumlichkeiten am Berliner Platz für einen Kaminabend
zur Fragestellung „Gibt es eine optimale Karriere noch?“
zu Verfügung. Als Diskussionspartner nahmen an dem Kaminabend teil:
Thomas Anke, sdw-Alumni und Systemanalytiker in der Konzern IT der Volkswagen
AG, selbst Vater eines Kindes und am Anfang seiner Karriere stehend,
Britta Quade-Cherek, selbstständige Managementberaterin in der
effectis Unternehmens- und Personalentwicklung, selbst kinderlos und
Hubert Leinemann, Seniorchef der Braunschweiger Flammenfilter GmbH,
Vater dreier Kinder und in der Lage auf ein bewegtes Leben zurück
blicken zu können.
Nach der Diskussion stellte die Volksbank ein Buffet zur Verfügung,
das auf der genütlichen Terrasse eingenommen werden konnte, auf
der der Abend bis in die Nachtstunden ausklang.
Der letzte Tag begann mit der Vorstellung der Workshopergebnisse. Dem
folgte Thomas Wieseler, Leiter des Referats für familienfreundliche
Arbeitswelt und Unternehmenskultur im Bundesministerium für Familie,
Senioren, Frauen und Jugend mit seinem Vortrag zum Thema „Double
Income no Kids?“. Der Votrag gab einen Überblick über
die behandelten Themen des Seminars, ging auf die Entwicklung der Bevölkerung
und Programme der Bundesregierung ein, verschiedenste Probleme vor allem
im Bereich der Kinderbetreuung zu lösen.
Vor dem abschließenden Mittagsbuffet fand die obligatorische Feedbackrunde
statt. Den Organisatoren wurde von den Teilnehmern großes Lob
zugesprochen und die aufgenommenen Kritikpunkte werden in kommende Planungen
einfließen.
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